am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Wanderausstellung ′Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge′ in München

01.08.2019

30. Mai bis 10. November 2019

Seit 30. Mai ist in München die Wechselausstellung "Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge" zu sehen.
Die Ausstellung zeigt anhand historischer und aktueller Beispiele wie eine zunehmende politische Polarisierung zur Spaltung und zum endgültigen Ausschluss einzelner Gruppen aus der Gesellschaft führen kann. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Verfilmung von Hugo Bettauers Roman „Die Stadt ohne Juden“ von 1924. Einzelne Filmszenen verweisen auf die schrittweise Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung während des Aufstiegs und der Etablierung der NS-Bewegung in den 1920er- und 1930er-Jahren. Ergänzt durch den Blick auf aktuelle Entwicklungen werden Geschichte und Gegenwart zueinander in Bezug gesetzt. Die gezeigten Exponate reichen von antisemitischen Klebemarken und Flugblättern der 1920er-Jahre über Namenslisten jüdischer Münchnerinnen und Münchner, die 1942 deportiert wurden, bis hin zu dem menschenverachtenden antisemitischen Brettspiel „Pogromly” der rechtsterroristischen Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) von Ende der 1990er-Jahre und rassistischen Postings der Gegenwart.

Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Augsburg Schwaben realisiert wurde, ist noch bis 11. November 2019 im NS-Dokumentationszentrum München (Max-Mannheimer-Platz 1, ehemals Brienner Straße 34, 80333 München) zu sehen.

Neben der Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm mit Vorträgen, LehrerInnenfortbildungen uvm.

Weitere Informationen zur Wechselausstellung und dem Begleitprogramm finden Sie hier.


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