Die Arbeitsstelle Holocaustliteratur (AHL) lädt in Kooperation mit der DEXT-Fachstelle und dem Jugendbildungswerk der Universitätsstadt Gießen am Dienstag, den 21. April 2026, zu einer Lesung aus dem Erinnerungsbericht „Der Junge mit der Mundharmonika. Aus dem Ghetto Theresienstadt mit dem Zug in die Freiheit von Zvi Cohen (Metropol Verlag, 2019) im Jugend- und Kulturzentrum Jokus ein. Es liest der Schauspieler Dominic Fabio Betz. Für die Einführung und die historische Begleitung zeichnet Rebecca Kaufmann (AHL) verantwortlich.
Das Buch erschien 2019 als achter Band der gemeinsamen Schriftenreihe der Arbeitsstelle Holocaustliteratur und der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich erstmals in deutscher Übersetzung. Die Autoren Zvi Cohen, Jörg Huber und Elisa Makowski zeichnen darin Cohens Lebensweg nach: 1931 als Horst Cohn in Berlin geboren, wurde er als Zwölfjähriger mit seinen Eltern in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Eindringlich beschreibt er, wie ihm seine Mundharmonika half, zu überleben, und wie er im Februar 1945 mit einem Rettungszug in die Schweiz fliehen konnte. Dieser „Zug in die Freiheit“ bleibt der einzige aus dem Ghetto und beschreibt ein Kapitel in der deutsch-schweizerischen NS-Geschichte, das kaum bekannt ist. Cohens Bericht ist zugleich ein Zeugnis des Lebens nach dem Überleben und von der Notwendigkeit der Erinnerung.
Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier.
Mehr über das Buch von Zvi Cohen sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier.