Am 28. und 29. Mai 2026 findet im Historischen Museum Frankfurt die Fachtagung „Museum and the Internet“ statt. Die seit 2001 jährlich veranstaltete MAI-Tagung widmet sich aktuellen Entwicklungen internetbasierter Museumspräsentationen und -dienste sowie Fragen der digitalen Sammlungserschließung. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr insbesondere die Themenbereiche KI, digitale Erinnerungskultur und Gaming.
Das Programm umfasst sechs Vortragsblöcke mit insgesamt 29 Beiträgen. Im Rahmen des Panels „Erinnerungskultur: dialogisch + digital / Jüdisches Leben und Shoah“ (28. Mai 2026, 16:30–17:30 Uhr) präsentieren Jennifer Ehrhardt (AHL) und Michael Freiberg (UB Gießen) ausgewählte Ergebnisse des vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) geförderten Projekts „Namen, Orte, Erinnerung(en)“.
Im Zentrum des Vortrags steht die KI-gestützte Eigennamenerkennung (Named Entity Recognition, NER) in den Volltexten der Digitalen Giessener Sammlung zur „Frühe Holocaustliteratur“. Die im Projekt automatisch identifizierten Entitäten wurden anschließend intellektuell redigiert und angereichert. Der Beitrag gibt Einblicke in die methodischen Grundlagen des Verfahrens, diskutiert Herausforderungen der redaktionellen Nachbearbeitung und zeigt wissenschaftliche, didaktische sowie erinnerungskulturelle Nutzungspotenziale der erschlossenen Daten auf.
Die Tagung findet in hybrider Form statt. Eine kurzfristige Präsenzteilnahme ist laut den Veranstaltenden nicht mehr umsetzbar; eine Anmeldung zum Live-Videostream ist jedoch weiterhin kostenfrei möglich.
Weitere Informationen zum Programm und zu den Anmeldemodalitäten finden Sie hier.