„Nichts hatte Alice bis zu diesem Tag im August von all dem Schrecklichen gewusst, was Jüdinnen und Juden in Deutschland widerfährt. Die Erwachsenen hatten es ihr verheimlicht, hatten sie beschützen wollen. Jetzt ist sie auf der ‚Reise‘ nach Auschwitz – in einem Güterwaggon. Eine Reise unter menschenverachtenden Umständen. Alice ist mit der Angst und Verzweiflung ihrer Mitgefangenen konfrontiert und erfährt, was sie nie erfahren sollte. Am Ende der Reise ist sie kein Kind mehr – und darf doch nie erwachsen werden.“
In „Reise im August“ erzählt Gudrun Pausewang (1928–2020) die Geschichte einer Deportation nach Auschwitz aus der Perspektive der elfjährigen Alice Dubsky und macht damit eine zentrale Erfahrung des Holocaust literarisch nachvollziehbar. Dieser vielgelobte Jugendbuchklassiker, der zuletzt 1997 im Ravensburger Verlag erschien, liegt nun in einer Neuausgabe in der Universal-Bibliothek des Reclam Verlags vor, ergänzt um Anmerkungen sowie ein einordnendes Nachwort von Prof. Sascha Feuchert.
Durch die kindliche Perspektive und die behutsame erzählerische Anlage erschließt der Roman das tödliche System der nationalsozialistischen Judenverfolgung schrittweise. Er eignet sich daher in besonderer Weise für den schulischen Einsatz – auch bereits vor einer vertieften Behandlung des Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Reclam Verlags hier.
Gudrun Pausewang: Reise im August
Mit einem Nachwort und Anmerkungen von Sascha Feuchert
Stuttgart: Reclam, 2026
181 Seiten
978-3-15-014887-7
EUR (D) 7,00