am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

“Tiergartenstraße 4 - Geschichte eines schwierigen Ortes“

15.07.2013
Vom 05. Mai 2013 - 17. November 2013 findet in Berlin eine
Gedenkausstellung über die Opfer, der grausamen "Aktion T4" statt.
Tiergartenstraße 4 in Berlin - das war der Ort, an dem die geheime Zentraldienststelle der Nationalsozialisten stand, wo die systematische Massentötung psychisch kranker und geistig behinderter Menschen unter der beschönigenden Überschrift "Euthanasie" geplant und organisiert wurde. Nach derzeitigem Forschungsstand wurden bis Kriegsende etwa 300.000 Patientinnen und Patienten psychiatrischer Anstalten durch die grauenvolle "Aktion T4" getötet. Die Medizinverbrechen der Nazis wurden in Deutschland jahrzehntelangverdrängt und verschwiegen und sind bis heute noch nicht im breitenBewusstsein der Öffentlichkeit verankert.
Die Ausstellung "Tiergartenstraße4 - Geschichte eines schwierigen Ortes" verknüpft die bürokratische Organisation der Aktion "T4" und die Geschichte der Villa Tiergartenstraße 4 mit dem Lebensweg von Anna Lehnkering, die 1940 mit nur 24 Jahren in Grafeneck ermordet wurde.
Die Ausstellung befindet sich am T4 - Vorplatz der Philharmonie (ehem. Tiergartenstr. 4) Herbert-von-Karajan-Str. 1 ,10785 Berlin.


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