am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Theaterstück am Gallus-Theater Frankfurt: Wort - Gewalt - Tat

02.01.2017

Ab 12. Januar 2017

Am 12. Januar 2017 feiert am Gallus-Theater Frankfurt am Main das Stück "Wort - Gewalt - Tat" des Projekts "TheaterProzess" Premiere.
Unter dem Motto "Es gibt Worte, die Gewalt erzeugen" thematisiert das Stück in Sprachakten, Körper-, Geräusch- und Musik- sowie szenischen Aktionen wie in den Medien, der Öffentlichkeit, in Politik und von Pegida von Flucht und Flüchtenden mit Worten der Gewalt gesprochen wird. 

TheaterProzess ist eine Kooperation von Theatermachern der Frankfurter Freien Szene und macht politisches Theater. Es werden Projekte zu gesellschaftlichen Themen der Gegenwart und der näheren Vergangenheit entwickelt.
Unter der Regie von Ulrich Meckler wird das Stück "Wort - Gewalt - Tat" in der Form, in der Ernst Jandl das Erbe des Dadaismus weiterentwickelt hat, und die hier "JANDLeske" genannt wird, inszeniert. Die Fluchtursachen, die Fluchten und die Ankünfte/Abweisungen werden dabei nicht erzählerisch oder dramatisch geschildert, sondern durch Transformationen der im Kontext, teils als Schlagworte benutzten Worte und Begriffe erkennbar gemacht. Eine Handlung gibt es nicht, es wird das „Sprechen über“ (Menschen, Beziehungen, Gesellschaft, Situationen) verhandelt und seziert. Das vorrangige Mittel der Darstellung ist also der Sprachakt, erst in zweiter Linie die darstellende Aktion der Schauspieler. Im Sprachakt wird der Inhalt und die Emotion, die sich mit ihm verbindet, durch Lautmalung und Artikulation, dann erst durch Bewegung und Geste und Konstellation ausgedrückt. 

Premiere ist am 12. Januar 2017 im Gallustheater Frankfurt (Kleyerstraße 15), weitere Aufführungen finden am 13. und 14. Januar 2017 sowie im Verlauf der Saison statt. Eintritt: 18/12 Euro.

Gefördert wird das Stück durch die Stadt Frankfurt (Kulturamt), das Land Hessen (HMWK), die Naspa Stiftung, die Stiftung Citoyen, die Frankfurter Sparkasse sowie pro asyl. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.theaterprozess.de.


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