am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Rückblick auf die 31. Archivpädagogenkonferenz in Bad Arolsen

24.05.2017

Der Arbeitskreis Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (VdA) luden in Kooperation mit dem International Tracing Service (ITS) vom 19. bis 20. Mai 2017 zur 31. Archivpädagogenkonferenz nach Bad Arolsen ein. Die Veranstaltung richtete sich an alle, die in Archiven, Museen, Gedenkstätten und Bibliotheken in der Vermittlung historischer Themen tätig sind sowie an Lehrerinnen und Lehrer und Studierende. Auch zwei Mitarbeiterinnen der Arbeitsstelle Holocaustliteratur nahmen an der Konferenz teil und konnten viele neue Eindrücke und Anregungen sammeln. "Was können Jugendliche durch die Beschäftigung mit Biographien lernen?", "Warum ist diese Form der Auseinandersetzung wichtig?" oder "Was sind die Grenzen biographischer Quellenarbeit?" waren die zentralen Fragen der beiden Konferenztage.

Am ersten Tag stellte Ingolf Seidel (Webportal "Lernen-aus-der-Geschichte.de") zur Einführung Ziele, Möglichkeiten und Herausforderungen der pädagogischen Arbeit mit Biographien vor. Im Anschluss hatten einige Konferenzteilnehmer die Möglichkeit, mit einer Schülergruppe der Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen an einem Stadtrundgang teilzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler hielten informative Vorträge zu "Displaced Persons" und der Geschichte des ITS. Am Ende des ersten Konferenztages stellten einige Archive ihre neuen Projekte und Pläne in der pädagogischen Arbeit mit Biographien für Kinder und Jugendliche dar.

Am Samstag präsentierten verschiedene Einrichtungen Projekte aus der Praxis der archivpädagogischen Arbeit und stellten so anschaulich dar, welche Möglichkeiten es für Bildungseinrichtungen gibt, mit Archiven, Gedenkstätten oder dem Internationalen Suchdienst (ITS) zu kooperieren. So unterschiedlich und vielseitig die Projekte auch sind, eines haben sie alle gemeinsam: das forschende Lernen. Die Lernenden begeben sich selbst auf eine Spurensuche bei dem Versuch, das Leben einer Person anhand der archivierten Dokumente zu rekonstruieren. Bei dieser Art der Auseinandersetzung mit konkreten Biographien können gleichzeitig geschichtliche Inhalte vermittelt und Empathie gefördert werden.


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