am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Neu im Rimbaud Verlag erschienen: ′Der Hund. Franz Dubas Bericht′ von Moses Rosenkranz. Herausgegeben von Sascha Feuchert und Andrea Löw

01.03.2021

Februar/März 2021

Der jüdische Dichter Moses Rosenkranz (1904-2003) lebte bis 1930 überwiegend in der Bukowina, dann in Bukarest. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kam Rosenkranz zunächst in das Czernowitzer Getto und war bis 1944 in verschiedenen Arbeitslagern interniert. Im März 1944 gelang ihm die Flucht und er lebte bis zum Einmarsch der sowjetischen Armee in Bukarest im Untergrund. 1947 wurde er in die Sowjetunion verschleppt, wo er zehn Jahre im Gulag festgehalten wurde. 1961 musste er aus Rumänien fliehen und gelangte nach Deutschland, wo er bis zu seinem Tod lebte.
 
Rosenkranz, der in deutscher Sprache dichtete und schrieb, hat ein umfassendes und beeindruckendes lyrisches Werk geschaffen, das sich unter anderem auch mit der jüdischen Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus, mit Krieg und Gulag auseinandersetzt, aber auch Prosa verfasst. 2001 und 2014 ist seine zweiteilige Autobiografie erschienen. In Deutschland blieb er jedoch lange unbekannt.
 
Das Werk "Der Hund. Franz Dubas Bericht" stammt aus dem Nachlass des Dichters. Er erzählt darin fiktionalisiert von seinen eigenen Lagererfahrungen. Sascha Feuchert hat die Erzählung mit Andrea Löw, stellvertretende Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München, herausgegeben.
 
Weitere Informationen zum Buch, das im Rimbaud Verlag erschienen ist, finden Sie hier.

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