am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

“Migrantenkinder und wir. Wie deutsch ist die Erinnerung an den Nationalsozialismus?“

06.03.2015

16.03.2015

Am 16. März laden das Pädagogische Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt am Main zu dem Vortrag von Dr. Rosa Maria Fava ein. Der Abend widmet sich der Frage, wie Lernen über den Nationalsozialismus und Antisemitismus in der deutschen Einwanderungsgesellschaft gestaltet werden kann.


Seit Ende der 1990er Jahre führt diese Frage zu umfassenden Diskussionen zwischen Pädagogen und Erziehungswissenschaftlern. Rosa Fava untersuchte in ihrer Dissertation, welches Wissen über »die anderen« und »das deutsche Wir« die Diskussion prägt. Dabei zeigt sie, wie das Bild einer deutschen Aufarbeitungsgemeinschaft einerseits und interesseloser »Migrantenkinder« andererseits konstruiert wird.


Dr. Rosa Maria Fava ist Gymnasiallehrerin und Referentin für historische und politische Bildung. Lange Zeit hat sie in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme/Hamburg als Teamerin gearbeitet und die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus mitbegründet. 2013 promovierte sie an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Ihre Dissertation "Die Neuausrichtung der »Erziehung nach Auschwitz« in der Einwanderungsgesellschaft. Eine rassismuskritische Diskursanalyse" ist im Januar 2015 im Berliner Metropol Verlag erschienen. Außerdem hat sie zu den Themen »Schwarze im Nationalsozialismus«, »Sloweninnen und Slowenen im Konzentrationslager Neuengamme«, »Antisemitismus und Lernen über den Nationalsozialismus in der deutschen Einwanderungsgesellschaft« publiziert.


Die Veranstaltung beginnt um 18:15 Uhr in der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus, Raum 31.


 


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