am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Kooperation zwischen der AHL und dem Fritz Bauer Institut – Vereinbarung unterzeichnet

26.11.2019

November 2019

Die Arbeitsstelle Holocaustliteratur kooperiert bereits seit einigen Jahren mit dem Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main. Das Fritz Bauer Institut ist seit 1995 eine Forschungs- und Bildungseinrichtung, die die Geschichte der nationalsozialistischen Massenverbrechen – insbesondere des Holocaust – und deren Wirkung bis in die Gegenwart interdisziplinär untersucht und dokumentiert. Das Institut trägt den Namen Fritz Bauers, der als hessischer Generalstaatsanwalt für die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechern kämpfte. 

Durch den geschichtswissenschaftlichen Zugang des Fritz Bauer Instituts und den literatur-kulturwissenschaftlichen Ansatz der Arbeitsstelle Holocaustliteratur ergänzen sich die beiden Einrichtungen unmittelbar. Das Fritz Bauer Institut und die Arbeitsstelle Holocaustliteratur möchten ihre Zusammenarbeit nun weiter intensivieren und haben hierzu im November 2019 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Diese sieht gemeinsame Aktivitäten in Bezug auf öffentliche Veranstaltungen, Forschungsvorhaben und die Förderung des akademischen Nachwuchses vor. Beide Einrichtungen haben in den letzten Jahren institutionelle Stärkung durch die Schaffung von Professuren, die jeweils mit der Leitung der Institute verbunden sind, erfahren und sind somit Teil einer hessischen Initiative zur Stärkung der Erinnerungsarbeit und der Holocaustforschung. Im Jahr 2017 wurde am Historischen Seminar der Goethe-Universität in Frankfurt am Main der Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust (Prof. Dr. Sybille Steinbacher) geschaffen und am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen die Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftungsprofessur für Neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Holocaust- und Lagerliteratur und ihre Didaktik (Prof. Dr. Sascha Feuchert).

Eine Mittelung des Fritz Bauer Instituts zur Kooperationsvereinbarung finden Sie hier.


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Arbeitsstelle Holocaustliteratur
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