am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

„Juden haben unsere Geschichte mitgeschrieben“ – Eröffnung des Jubiläumsjahrs in Köln: „1700 Jahre jüdisches Leben“

22.02.2021

Seit 1700 Jahren ist jüdisches Leben in Deutschland dokumentiert. Am Sonntag, den 21. Februar 2021, eröffnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Kölner Synagoge das Jubiläumsjahr. Insgesamt sind in den kommenden Monaten bundesweit etwa 1000 Projekte und Veranstaltungen geplant. Hierbei sollen die deutsch-jüdische Geschichte und Gegenwart, aber auch die Ausgrenzung und Verfolgung sowie der gegenwärtig wieder wachsende Antisemitismus mehr in das gesellschaftliche Bewusstsein gerückt werden. 

Fast immer seien Juden als das Fremde und Andere gesehen worden, so führte Steinmeier aus. Bis heute sind sie tiefsitzenden Vorurteilen und Diskriminierung ausgesetzt. Doch jüdisches Leben in Deutschland sei auch „vielfältig, facettenreich, lebendig, voller Schwung“. Er sei „zutiefst dankbar“, so betonte Steinmeier, dass dies nach der Ermordung von rund sechs Millionen europäischen Juden in der Shoa möglich sei. Das Judentum habe entscheidend zum Aufbruch Deutschlands in die Moderne beigetragen.

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, betonte zudem die bedeutende Rolle der Institution Schule im Hinblick auf Sensibilisierung und Prävention gegen Vorurteilsstrukturen. Mangelndes Wissen vor allem über eine Minderheit führe fast immer zu Vorurteilen. Dagegen könne vor allem die Bildungseinrichtung Schule vorgehen. 

Einen ausführlichen Artikel zu der Eröffnungsveranstaltung finden Sie unter anderem in der Tagesschau hier. 

Weitere Informationen zum Festjahr finden Sie auf den Seiten des Zentralrats der Juden in Deutschland hier. 

 

 


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