am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

DokfestOnline zeigt am 19. November um 10 Uhr den Film „Displaced′ und am 20. November um 12.30 Uhr „Endlich Tacheles′

10.11.2020

19. und 20. November 2020

Wir möchten Sie auf zwei Filme aufmerksam machen, die im Rahmen des jährlich stattfindenden Dokumentarfilmfestival Kassel vom 18. bis 27. November 2020 in Kooperation mit der AHL gezeigt werden. Aufgrund der Pandemie-Situation wird das Festival in diesem Jahr kurzfristig nur online als DokfestStreams angeboten. Alle online verfügbaren Filme sind im Programm und auf der Homepage deutlich gekennzeichnet. 

Veranstalter ist der Filmladen Kassel e.V., der für seine engagierte Kinoarbeit alljährlich auf Bundes- wie auf Landesebene ausgezeichnet wird. Herzstück des Festivals ist das Filmprogramm, das kurze und lange Dokumentarfilme und künstlerisch-experimentelle Produktionen umfasst. So kommen an den Festivaltagen insgesamt circa 250 filmische Arbeiten zur Aufführung. Als Film- und Medienfestival mit internationaler Ausrichtung und einem starken Fokus auf die neuen Medien ist es einzigartig in Hessen.

Tickets können im Vorverkauf ab dem 10. November erworben werden. Ein Einzelticket kostet 5 Euro, eine Dauerkarte 50 Euro. Die Filme, die online verfügbar sind, sind nach ihrer geplanten ersten Präsentation im Festivalkino für 6 Tage von zu Hause aus abrufbar.

Nach der Registrierung stehen verschiedene Angebote zur Verfügung und nachdem ein Ticket für einen Film gekauft wurde, kann ab dem ersten Anspielen 24 Stunden darauf zugegriffen werden. Die Anzahl der Tickets pro Film ist auf maximal 300 limitiert. Weitere Infos finden Sie unter: https://www.kasselerdokfest.de/. Das Programm finden Sie unter:  https://www.kasselerdokfest.de/progamflyer-1.

Zur Unterstützung bei der Anmeldung und beim Registrierungsprozess steht ein Supportteam zur Verfügung.

Telefonnummer  +49 (0)151.65004513
Email support@kasselerdokfest.de

Wir möchten Sie besonders auf die folgenden beiden Filme hinweisen:

Donnerstag, 19.11.2020, 10 Uhr
Displaced (Sharon Ryba-Kahn, Deutschland 2020, 87 min)

Sharon ist Jüdin und eine dritte Generation von Überlebenden. Als ihr Vater sich plötzlich nach sieben Jahren Funkstille wieder bei ihr meldet, gibt es ihr den Anstoß, die Familiengeschichte ihres Vaters zu rekonstruieren.
Von hier aus beginnt eine Reise, auf der Sharon versucht zu verstehen, wer ihr Vater ist und wer seine Eltern waren. Für die gebürtige Münchnerin Sharon Ryba-Kahn ist die Vergangenheit nicht vergangen, sie ist allgegenwärtig. Mit den Augen der dritten Generation
nach der Schoah blickt Sharon auf sich selbst, auf ihre Familie und ihr deutsches Umfeld. Anlass gibt der Kontakt zu ihrem Vater; viele Jahre lag die Beziehung auf Eis. Er lebt in Tel Aviv, sie in Berlin. "Displaced" ist weit mehr als ein Selbstporträt. Mit bohrenden, oft unbequemen Fragen beleuchtet sie das schwierige Familienverhältnis und das Unbehagen, das sie in Deutschland umtreibt.

Trailer: https://video.culturebase.org/d/i/s/p/l/displaced.2020.film-trailer.lang_en.sub_en.mp4.mp4 
https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer-streaming/displaced-2020


Freitag, 20.11.2020, 12.30 Uhr
Endlich Tacheles (Jana Matthes & Andrea Schramm, Deutschland 2020, 104 min)

Ein junger Jude und seine verrückte Idee gegen das Vergessen. Yaar hält sich für den unjüdischsten Juden der Welt. Er liebt Star Wars und Computerspiele. Von seinem Vater und dessen Holocaustgeschichten hat er die Nase voll. Um sich abzugrenzen, entwickelt er ein Computerspiel mit wehrhaften Juden und menschlichen Nazis. Dann funkt ihm seine eigene Familiengeschichte dazwischen.

"Endlich Tacheles" zeigt, wie sich das Trauma der Überlebenden bis in die dritte Generation frisst und stellt eine hochaktuelle Frage aus der Sicht eines 21-Jährigen: Was hat der Holocaust heute noch mit mir zu tun?

Trailer: https://vimeo.com/413081250 
https://www.film-rezensionen.de/2020/05/endlich-tacheles/


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