am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Digitales Zeitzeugengespräch mit der Holocaustüberlebenden Éva Fahidi – organisiert vom Lutherhaus in Eisenach

14.05.2020

17. Mai 2020

Am 17. Mai 2020 veranstaltet das Lutherhaus in Eisenach anlässlich des Internationalen Museumstags und im Zusammenhang mit der aktuellen Sonderausstellung „Erforschung und Beseitigung. Das kirchliche ‚Entjudungsinstitut‘ 1939-1945“ ein digitales Zeitzeugengespräch mit der Auschwitzüberlebenden Éva Fahidi. 

Éva Fahidi wurde am 22. Oktober 1925 in Ungarn geboren. 1936 konvertierte die jüdische Familie zum Katholizismus. Doch die systematische Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung traf auch Fahidi und ihre Familie. Mit der deutschen Besetzung Ungarns im Jahr 1944 wurden sie in ein Getto und später nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Ihre Mutter, ihr Vater und ihre Schwester wurden dort in den Gaskammern ermordet. Sie selbst kam wenig später in ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald und musste dort Zwangsarbeit verrichten. Im März 1945 wurde sie auf einem Todesmarsch von den amerikanischen Truppen befreit. Sie überlebte den Holocaust und kehrte nach Ungarn zurück. Heute lebt Éva Fahidi in Budapest und tritt regelmäßig als Zeitzeugin auf.
59 Jahre nach der Befreiung kehrte sie nach Auschwitz zurück und entschied sich daraufhin, ihre Geschichte niederzuschreiben. Ihre Erinnerungen „Die Seele der Dinge“ erschienen 2011 im Lukas Verlag. Das Buch „Mut zum Leben – Die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz“ von Christa Spannbauer und Thomas Gonschor ist 2014 im Europa Verlag erschienen und erzählt die Lebens- und Leidensgeschichten der Holocaust Überlebenden Esther Bejarano, Yehuda Bacon, Éva Fahidi und Greta Klingsberg.

Das Zeitzeugengespräch, das vom Lutherhaus in Eisenach organisiert wird, findet am 17. Mai 2020, um 15.00 Uhr, statt und wird live auf dem Kanal YouTube übertragen.

Zu der Übertragung gelangen Sie hier.


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