am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Die Arbeitsstelle trauert um Elie Wiesel

02.07.2016

Mit großer Betroffenheit haben wir heute vom Tod Elie Wiesels erfahren. Der Holocaustüberlebende und Friedensnobelpreisträger ist im Alter von 87 Jahren in den USA gestorben, wie israelische Medien und die Gedenkstätte Yad Vashem berichteten. 

Elie Wiesel wurde 1928 in Sighetu Marmatiei in Rumänien als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. 1944 wurde er mit seiner Familie erst in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, später in das KZ Buchenwald deportiert, wo er 1945 befreit wurde. Seine Eltern und seine jüngste Schwester starben in Auschwitz.
Nach der Übersiedelung in die USA 1963 verfasste er zahlreiche Bücher, in denen er seine Erlebnisse während des Holocaust niederschrieb, und kämpfte darum, ein Vergessen und Gleichgültigkeit gegenüber dem Holocaust zu verhindern. Zu seinen bekanntesten Werken gehört das autobiographische Buch "Die Nacht", das 1958 erstmals auf Französich unter dem Titel "La Nuit" erschien, in dem er seine Erfahrungen in Auschwitz verarbeitete. 

Elie Wiesel erhielt 1972 eine Professur an der City University of New York, seit 1978 war er Professor für jüdische Studien an der Universität in Boston. Wiesel wurde mit zahlreichen Auszeichnungen und Ehrentiteln gewürdigt. Für sein Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung wurde ihm 1986 der Friedensnobelpreis verliehen. Er gründete mit seiner Frau die Elie-Wiesel-Stiftung, die sich dem Kampf gegen Intoleranz und Ungerechtigkeit zum Ziel gesetzt hat.
 

 




 

 

 

 

 


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