am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

„Der exzellent edierte Band erscheint wie ein schriftliches Pendant zu Shoah“. Ausführliche Rezension zur Edition „Von der letzten Zerstörung“ im Tagesspiegel erschienen.

22.03.2021

21. März 2021

Caroline Fetscher rühmt im Tagesspiegel vom 21. März 2021 den an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur von Frank Beer und Markus Roth herausgegebenen und im Metropol Verlag erschienenen Band „Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift: Fun letstn churbn‘ der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946-1948“.

Als einen „monumentalen Band mit Zeugnissen, dessen Dimension an Claude Lanzmanns ‚Shoah‘ erinnert“, so beschreibt Caroline Fetscher die Edition. Der Band sei ein Fanal. Dieses Buch gehöre in die Hände derer, „die ‚Vogelschiss‘ als Synonym für den Nationalsozialismus verwendet haben und aktuell im Parlament der Bundesrepublik sitzen“, schreibt Fetscher weiter.

In der Zeitschrift „Von der letzten Zerstörung“ publizierten Israel Kaplan und Moyshe Feygenboym von 1946 bis 1948 zahlreiche Zeugnisse der sogenannten jüdischen ‚Displaced Persons‘. Sie trugen mit zahlreichen Mitstreitern Ghettolieder zusammen, dokumentierten Witze und ghettosprachliche Ausdrücke. Sie schufen so ein Forum für eine Alltags- und Kulturgeschichte der Shoah und würdigten jüdischen Widerstand Jahrzehnte bevor sich die nichtjüdische Holocaustforschung zaghaft dieser Themen annahm. Das Projekt wurde von der Friede Springer-Stiftung finanziert und vom Förderverein der Arbeitsstelle Holocaustliteratur unterstützt. Die Übersetzung aus dem Jiddischen übernahmen Susan Hiep, Sophie Lichtenstein und Daniel Wartenberg.

Weitere Informationen zur Edition sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie auf den Seiten des Metropol Verlags hier sowie auf der Homepage der Arbeitsstelle Holocaustliteratur hier.

Frank Beer und Markus Roth (Hrsg.):
Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift "Fun letstn churbn" der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946–1948.
Berlin: Metropol Verlag, 2020
1032 S., € 49,- / E-Book € 35,-
ISBN: 978-3-86331
 

 


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