am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Ausstellungseröffnung in Lich: Marion Davies “Absence and Loss“ - Eröffnungsvortrag von Sascha Feuchert

23.10.2017

4. November 2017 

Am 4. November 2017 um 16.00 Uhr wird im vhs-Haus in Lich die Ausstellung von Marion Davies "Absence and Loss" eröffnet. Als Tochter jüdischer Emigranten, die in den 1930er Jahren aus dem nationalistischen Deutschland fliehen mussten, erhoffte sich Davies durch Reisen nach Berlin in den Jahren 2005 und 2006, Einblicke in das Leben ihrer Eltern und ihrer Generation sowie den Untergang der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland zu gewinnen. Davies ist Kunstfotografin mit einem sozialwissenschaftlichen Hintergrund; Gedenken und Erinnerung ist ein thematischer Schwerpunkt ihrer Arbeit. Ihre Ausstellung besteht aus Fotografien von Holocaust-Denkmälern und Mahnmalen in Berlin, die von Künstlern an Straßenecken, Plätzen, Brücken und Häusern geschaffen wurden und die nicht nur der Erinnerung und dem Gedenken dienen sollen, sondern auch dazu ermutigen und dazu auffordern sollen, sich dem Erbe des Holocaust zu stellen.
Besonders wichtig ist ihr die mit der Ausstellung verbundene Botschaft, dass Integration nichts Selbstverständliches ist und dass Diskriminierung, Vorurteile und Rassismus und als Gesellschaft weiterhin fordern.

Nach einem Grußwort von Landrätin Anita Schneider wird Sascha Feuchert am 4. November die Eröffnungsrede unter dem Titel "Nach den Zeitzeugen: Herausforderungen für die Erinnerungskultur" halten. Die Ausstellung wird dann noch bis zum 15. Dezember 2017 im vhs-Haus in Lich (Kreuzweg 33) zu sehen sein. Kooperationspartner der Ausstellung sind die Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich, das Museum Boppard, - Kurfürstliche Burg, die Volkshochschule Landkreis Gießen, die Justus-Liebig-Universität Gießen sowie die Arbeitsstelle Holocaustliteratur.


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