am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Ausstellung zum Vernichtungsort Malyj Trostenez in Weißrussland ab 4. Dezember 2018 in der Kongresshalle Gießen zu sehen – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier weihte Gedenkstätte ein

04.07.2018

29. Juni 2018

Der ehemalige Vernichtungsort Malyj Trostenez in Weißrussland ist bislang kaum bekannt. Dabei wurden dort zwischen 1942 und 1944 zwischen 60 000 und 200 000 Menschen ermordet. Züge aus ganz Europa und aus Deutschland, aus Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Köln und vielen anderen Orten, transportierten jüdische Menschen in das Ghetto Minsk. Viele davon wurden schon bald danach im nur wenige Kilometer entfernt gelegenen NS-Vernichtungsort Malyj Trostenez ermordet.

Am 29. Juni 2018 wurde nun ein weiterer Teil der Gedenkstätte eröffnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm an der Gedenkzeremonie teil und hielt eine Rede. Auch Prof. Thomas Bohn, Osteuropahistoriker an der JLU Gießen, und Monika Graulich, die nicht nur den Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie" repräsentierte, sondern lange Jahre auch zweite Vorsitzende des "Fördervereins der Arbeitsstelle Holocaustliteratur" war, waren aus Gießen angereist. Sie sind Teil eines Trägerkreises, dem auch die AHL angehört, der vom 4. Dezember 2018 bis zum 17. Januar 2019 die Wanderausstellung des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes (IBB) Dortmund "Vernichtungsort Malyj Trostenez" in der Kongresshalle Gießen zeigt. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Vorträgen und Lesungen begleitet. Das Programm, das unter anderem auch lokale Schicksale vorstellen wird, stellen wir in Kürze auf unserer Homepage vor.

Informationen zur Wanderausstellung des IBB finden Sie bereits hier.

Der Gießener Anzeiger berichtete am 26. Juni über die geplante Ausstellung und veröffentlichte ein Interview mit Thomas Bohn. Den Artikel finden Sie hier, zum Interview gelangen Sie hier.


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