am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Außenminister Maas und Familienministerin Giffey stellten in Berlin die internationalen Schwerpunkte des Programms ′Jugend erinnert′ vor. Das Programm soll neue Wege der Erinnerungskultur für junge

31.01.2019

Das Programm "Jugend erinnert" soll in Deutschland auch in Zukunft eine lebendige Erinnerungskultur ermöglichen. Junge Menschen sollen etwa die Möglichkeit haben, an Reisen zu KZ-Gedenkstätten teilzunehmen. Zugleich soll die Förderung konkreter Projekte sowie Begegnungen von Jugendlichen aus Deutschland, Israel und Osteuropa dazu beitragen, die aktive Aufarbeitung von Geschichte und Erinnern zu unterstützen. 

Bundesaußenminister Heiko Maas und Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey stellten das Programm am 29. Januar 2019 am Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin vor, wo sie mit Jugendlichen aus Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt zusammentrafen.
Gerade jetzt steht die deutsche Erinnerungskultur unter Druck: Nur noch wenige Zeitzeugen können aus erster Hand von ihren Erfahrungen im Holocaust und Nationalsozialismus berichten. Damit wächst auch die Bedeutung von Gedenkstätten als Erinnerungs- und Lernorte. Gleichzeitig lässt sich erneut ein Anstieg des Antisemitismus in Deutschland beobachten. Maas betonte daher die Wichtigkeit von Erinnern für die Gegenwart und Zukunft. Jede Generation müsse sich das Gedenken neu erarbeiten. Und Giffey unterstrich: "Wer vor Ort erlebt hat, wohin Nationalismus und Rassismus führen, wird mit viel größerer Überzeugung für unsere freiheitliche Demokratie, eine vielfältige Gesellschaft und ein friedliches Europa eintreten und diese Überzeugung auch an die nächste Generation weitergeben."

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