am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Audioführung “Hörpol“ informiert Jugendliche über Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit

30.09.2010

Eine ungewöhnliche Audioführung führt Jugendliche ab 14 Jahren durch jüdische Geschichte, informiert über Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Ausgezeichnet wurde sie dafür mit dem "Deutschen Bildungsmedienpreis 2010".

Die Audioführung ist ein Streifzug durch Berlin-Mitte, vorbei an Modeläden und Musikclubs, Cafe?s und Liegewiesen, entlang dem Ufer der Spree. 27 Hörstationen informieren über jüdische Geschichte und Kultur, thematisieren das Grauen des Nationalsozialismus und neue rechtsradikale Umtriebe, aber auch das Zusammenleben in einer zunehmend multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft.
Ziel ist es, den Zusammenhang von Geschichte und aktuellem Alltag deutlich zu machen. Hörpol erzählt "Geschichten über Geschichte, verrät Geheimnisse, zeigt Wahnsinn und Lügen, Hass, Verzweiflung und Hoffnung, berichtet von jüdischer Geschichte, von Mut und Respekt, von Freiheit, von Liebe." Zeitzeugen erzählen aus ihrem Leben. Bands aus Berlin liefern ihre Musik. Schauspieler, Autoren, Moderatoren und Schüler sprechen Texte, wie u.a. Axel Prahl, Marietta Slomka, Rufus Beck, Martin Buchholz, Klaus Kordon, Schauspieler aus dem Grips-Theater und dem "Theater der Erfahrungen".

HÖRPOL ist im Internet unter www.hoerpol.de frei zugänglich und kann kostenlos auf jeden MP3-Player und jedes MP3-taugliche Handy geladen werden. Ein Stadtplan, auf dem die Lage der Hörstationen eingezeichnet sind, liegt als PDF bereit.
HÖRPOL eignet sich besonders für die Schulklassen 9 bis 13 aller Schulformen: für Haupt- und Realschulen, Gymnasien und berufsbildende Einrichtungen. Begleitendes Unterrichtsmaterial, das ebenfalls unter www.hoerpol.de als PDF kostenlos bereit liegt, ermöglicht anschließend eine differenzierte Vertiefung der Themen im Schulunterricht.


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