am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Anita Lasker-Wallfisch erhält Deutschen Nationalpreis - 2013 war sie auch an der AHL zu Besuch

05.09.2019

3. September 2019

Anita Lasker-Wallfisch hat den Deutschen Nationalpreis erhalten. Überreicht wurde er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der dabei eindringlich vor dem wiederauflebenden Antisemitismus in Deutschland warnte.
 
Anita Lasker-Wallfisch wurde 1925 geboren und als junge Frau in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt. Ihr musikalisches Talent bewahrte sie dabei vor dem sicheren Tod. Sie war die Cellistin im sogenannten Mädchenorchester von Auschwitz. Im November 1944 wurde sie mit anderen Mitgliedern des Orchesters nach Bergen-Belsen verbracht, wo sie im April 1945 von den alliierten Truppen befreit wurde. Ihre Erlebnisse schildert Sie in ihrem Buch "Ihr sollt die Wahrheit erben".
 
Sie spricht immer wieder mit Schülern und Jugendlichen in Deutschland über ihre Erlebnisse im Holocaust und die Folgen von Antisemitismus. Im Mai 2013 war sie auch zu Gast an der AHL und sprach mit den Mitarbeitern über ihre Erlebnisse in den Konzentrationslagern Auschwitz und Bergen-Belsen und über ihr Leben nach dem Holocaust.
 
Mit der Verleihung des Deutschen Nationalpreises an Lasker-Wallfisch solle, so Bundespräsident Steinmeier, ihr Bemühen um Verständigung, ihr Eintreten gegen Antisemitismus sowie gegen Ausgrenzung und für Toleranz gewürdigt werden.

Weitere Informationen zur Verleihung des Nationalpreises an Anita Lasker-Wallfisch finden Sie hier.

 

 

 


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