am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Zwei Artikel zu Friedrich Kellner und Konrad Heiden in der aktuellen Ausgabe von ′Spiegel Geschichte′ erschienen

27.03.2019

März 2019

Unter dem Titel "Ein ganz normaler Bürger" ist in der aktuellen Ausgabe von "Spiegel Geschichte - Mit dem Mut der Verzweiflung: Widerstand gegen Hitler" ein Artikel von Benno Stieber zu Friedrich Kellner und seinem Tagebuch erschienen. Friedrich Kellner war Justizinspektor am Amtsgericht in Laubach (Hessen). Während des Zweiten Weltkriegs führte er ein Tagebuch, in dem er die Stimmung seiner Mitmenschen und ihre Leichtgläubigkeit ebenso behandelte wie die Propaganda und Massenverbrechen des Regimes. Die AHL hat das Tagebuch 2011 unter dem Titel "Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne" im Wallstein Verlag publiziert. Inzwischen liegt es in sechster Auflage vor.

Ein weiterer Artikel findet sich in der gleichen Ausgabe zu Konrad Heiden unter dem Titel "Lieber ein guter Kampf als ein fauler Frieden" von Torben Müller. Heiden schrieb unter anderem eine der frühesten Darstellungen des "Zivilisationsbruchs" der Pogromnacht. Seine Aufzeichnungen begann der Journalist und Publizist Konrad Heiden bereits wenige Wochen nach dem 9. November 1938. Mit Hilfe zahlreicher Berichte von jüdischen Augenzeugen und gestützt auf Zeitungsartikel der NS-Propaganda und der freien Welt schildert er ausführlich die Vorgeschichte und die mörderischen Ereignisse jener Nacht im November 1938. Herausgegeben wurde Heidens Bericht unter dem Titel “Eine Nacht im November 1938 - Ein zeitgenössischer Bericht“ von der AHL 2013 im Wallstein Verlag. Inzwischen ist er in der vierten Auflage erschienen.

Weitere Informationen zur Ausgabe 2/2019 von "Spiegel Geschichte" unter dem Titel "Mit dem Mut der Verzweiflung: Widerstand gegen Hitler" erhalten Sie hier.


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