Wenn junge Menschen durch rechtsextreme Äußerungen oder Handlungen auffallen, lassen Forderungen nach Maßnahmen der schulischen Erinnerungskultur, wie dem verpflichtenden Besuch von Gedenkstätten, nicht lange auf sich warten. Doch welchen Beitrag können solche Maßnahmen zur Förderung einer demokratischen Gesellschaft leisten? Wie sieht schulische Erinnerungskultur heute aus, wie wird sie von Schüler:innen wahrgenommen und unter welchen Bedingungen kann sie wirksam sein?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Sandra Binnert und Michelle Damm (beide AHL) am Montag, 4. Mai 2026, um 18:30 Uhr im Mathematikum (Liebigstraße 8, 35390 Gießen). Unter dem Titel „Was kann schulische Erinnerungskultur leisten – und was nicht?“ geben die Referentinnen erste Einblicke in Konzeption, Vorgehensweise und zentrale Hypothesen des derzeit an der AHL durchgeführten Forschungsprojekts „Verankerte Geschichte(n), starke Demokratie“. Im Rahmen des vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur geförderten Projekts werden an insgesamt elf hessischen Schulen erinnerungskulturelle Initiativen untersucht.
Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Fachdidaktiken im Spiegel lebenslangen Lernens“, die seit dem Sommersemester 2010 vom Referat für Lehrkräftebildung des Zentrums für Lehrkräftebildung der Justus-Liebig-Universität Gießen in Kooperation mit dem Hessencampus Mittelhessen e.V. organisiert wird. Ziel der Reihe ist die gemeinschaftliche, einrichtungsübergreifende Weiterbildung von Lehrkräften sowie die Verbindung von Forschung und pädagogischer Praxis.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und findet von 18:30 bis ca. 20 Uhr statt. Um eine Anmeldung bis zum 30. April 2026 wird hier gebeten. Sollten Sie Ihre Teilnahme nach erfolgter Anmeldung nicht wahrnehmen können, senden Sie bitte eine kurze Absage per E-Mail an Lehrerfortbildung@admin.uni-giessen.de.