Die YOUnesco-AG der Humboldtschule Bad Homburg lädt am Mittwoch, den 10. Juni 2026, um 19 Uhr zu einem öffentlichen Podiumsgespräch mit anschließender Fragerunde in die Aula der Schule ein. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die AG intensiv mit der Geschichte von Auschwitz-Birkenau auseinandergesetzt, unter anderem im Rahmen von Fahrten nach Oświęcim sowie durch eine von Schüler:innen gestaltete Ausstellung. Die dabei gewonnenen Erfahrungen bilden einen Ausgangspunkt für die inhaltliche Auseinandersetzung des Abends.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert gestaltet werden kann – insbesondere im Spannungsfeld von historischer Verantwortung, gesellschaftlicher Relevanz, pädagogischer Vermittlung und individueller Verarbeitung. Gemeinsam mit Expert:innen aus Wissenschaft, Bildungsarbeit und Zivilgesellschaft werden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Erinnerungskultur diskutiert. Dabei sollen auch kontroverse Fragen aufgegriffen werden, etwa nach geeigneten Formen der Vermittlung, möglichen Überforderungen durch die Konfrontation mit historischen Verbrechen oder der Rolle verpflichtender Bildungsformate.
Auf dem Podium diskutieren Prof. Dr. Sascha Feuchert (Justus-Liebig-Universität Gießen), Henrike Bogacki (Fritz Bauer Institut), Wolfram Juretzek (Initiative Stolpersteine Bad Homburg e. V.) sowie der Psychoanalytiker Dr. Kurt Grünberg. Die Moderation übernimmt Wolfgang Seligmann.
Die Veranstaltung richtet sich an die Schulgemeinde sowie die interessierte Öffentlichkeit. Ausgerichtet wird das Forum von der YOUnesco-AG der Humboldtschule in Kooperation mit der Initiative Stolpersteine Bad Homburg, dem Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg sowie der Arbeitsstelle Holocaustliteratur. Unterstützung leisten die Hessische Landeszentrale für politische Bildung und die Taunus Sparkasse. Der Eintritt ist frei.
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