am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Vortrag von Daniela Kaufmann - “Tierische Tatsachen. Zur Verwendung von Tierfiguren in Art Spiegelmans MAUS“

14.11.2012

An diesem Donnerstag, den 15.11.2012, wird Daniela Kaufmann, Kunsthistorikerin der Universität Graz, zu Gast in Gießen sein und ab 18 Uhr im Margarete-Biber-Saal (Ludwigstraße 34) über die Verwendung von Tierfiguren in Art Spiegelmans Comic "MAUS" sprechen.

Das bekannte Spiel zwischen Katz und Maus, wie es aus dem Zeichentrickfilm "Tom und Jerry" bekannt ist und dort eher ironisierend und lustig wirkt, nimmt in Art Spiegelmans Comic "MAUS" eine viel bittere, drastischere und ernstere Bedeutung an. Basierend auf den traurigen und harten Erinnerungen von Art Spiegelmans Vater als Zeitzeuge des Holocausts wird sein Comic in Bild und Text zum Schauplatz des Zweiten Weltkriegs und zum Ausdrucksmedium dieser Brutalität, Traurigkeit und Willkür. Die Deutschen beziehungsweise die Nazis werden zu Katzen und machen Jagd auf die Juden als Mäuse.

Wie aber ist eine solche Darstellung der grausamen historischen Realität des Holocausts im Medium Comic durch Tierfiguren zu deuten? Was löst diese Präsentation im Betrachter aus, der durch den Text des Comics gleichzeitig auch zum Leser wird? Schaffen die Tierfiguren eine Distanz zwischen historischer Begebenheit, dem Gezeigten und dem Betrachter/Leser? Was bedeutet konkret das tierische Bild von einer jagenden Katze und einer gejagten Maus bezogen auf die historische Realität und den Machtpositionen zwischen Nazi und Jude als Menschen?

Daniela Kaufmann wird es sich in ihrem Vortrag "Tierische Tatsachen. Zur Verwendung von Tierfiguren in Art Spiegelmans MAUS" zur Aufgabe machen, diesen Fragen nachzuspüren, indem sie einmal die einzelnen Tierfiguren vorstellt und in Beziehung zueinander bringt.

Das studentische und eigenverantwortliche Organisationsteam der Vortragsreihe des Instituts für Kunstgeschichte lädt alle Interessierten herzlich zu diesem Vortragsabend ein.


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