am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Veranstaltungstipp: „‚Dear Erich' – Musikalische Erinnerung an den Holocaust“ – Veranstaltungen mit New Yorker Jazz-Pianist und Komponist Ted Rosenthal und seinem Trio

10.04.2026

14. und 15. April 2026, Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der JLU (Philosophikum II, Karl-Glöckner-Straße 21D, 35394 Gießen)

Auf Einladung des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik ist der renommierte New Yorker Jazzpianist und Komponist Ted Rosenthal im April 2026 erneut zu Gast an der Justus-Liebig-Universität Gießen.

Seit dem Wintersemester 2022/23 pflegt Rosenthal eine enge Kooperation mit dem Institut in den Bereichen Erinnerungskultur, Demokratiebildung und Musikpädagogik. Anlass dieser Zusammenarbeit ist seine persönliche Familiengeschichte: Sein Vater Erich Rosenthal war Student an der damaligen Ludwigs-Universität Gießen, wurde jedoch 1933 aufgrund seiner jüdischen Herkunft von der Universität verwiesen und floh anschließend in die USA, wo er sich in Chicago niederließ. Im Herbst 2022 nahm Ted Rosenthal Kontakt mit dem Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik auf und regte eine künstlerisch-pädagogische Kooperation an. Daraus entstand das interdisziplinäre Projekt „Musikpädagogik, Erinnerungskulturen und Demokratiebildung“, an dem neben Dr. Sabine Schneider-Binkl, Berthold Möller und Prof. Hannah Ahlheim (alle JLU) sowie Dr. Ariana Philipps-Hutton (University of Leeds, UK) auch Prof. Sascha Feuchert mitwirkte.

Im Rahmen seines diesjährigen Aufenthalts sind nun drei Veranstaltungen mit Ted Rosenthal und weiteren Gästen geplant:

Dienstag, 14. April 2026

10 bis 13 Uhr

 

Philosophikum II der JLU Gießen (Haus D, Raum 019)

Vortragsveranstaltung (dt./engl.): „Musik. Erinnerung. Geschichte. Demokratie – Interdisziplinäre Perspektiven“

Mit Beiträgen von:

  • Ted Rosenthal (Komponist, The Juilliard School NYC): “A Jazz Opera Created from Family History”
  • Lesley Friedman Rosenthal (The Juilliard School NYC): “NS-Laws in ‘Dear Erich’”
  • Laurin Meiers (Lehramt Gymnasialstufe Geschichte/Musik): „Über Kunst zur Demokratiebildung“
  • Dr. Monika Rox-Helmer (Institut für Didaktik der Geschichte, JLU Gießen): „Lernen aus der Geschichte?“

Dienstag, 14. April 2026
20 Uhr
 

Konzertsaal des Instituts (Karl-Glöckner-Straße 21, Haus D, 35394 Gießen), Eintritt frei

„‚Dear Erich‘ – Musikalische Erinnerung an den Holocaust“: Konzert mit Ted Rosenthal Trio

 

Gemeinsam mit seinem Trio – bestehend aus Klavier, Bass (Martin Gjakonovski) und Schlagzeug (Berthold Möller) – präsentiert Ted Rosenthal u.a. Bearbeitungen aus seiner Jazz-Oper „Dear Erich“. Diese basiert auf Briefen zwischen Rosenthals Vater und dessen in Deutschland zurückgebliebener Familie, die dem Holocaust im Vernichtungslager Sobibor zum Opfer fiel. Die Bearbeitungen sind zugleich Teil seines aktuellen Albums „The Ted Rosenthal Songbook“, das der Pianist im Rahmen des Konzerts vorstellt.

Mittwoch, 15. April 2026
10 bis 12 Uhr
 

Philosophikum II der JLU Gießen (Haus D, Raum 019)

„Classics Reimagined: Impromp2“ – Masterclass mit Ted Rosenthal


Die Masterclass mit Ted Rosenthal, die in englischer Sprache stattfindet, widmet sich seinem neu erschienenen Album „Classics Reimagined: Impromp2“, das klassische Werke in jazziger Interpretation präsentiert.


Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie hier auf den Seiten des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik.


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