am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

„Unfassbares, Bewegendes schildern diese Dokumente – es sind Zeugnisse, die bleiben“

26.04.2022

Das Haus der Wannseekonferenz stellt in einem mehrwöchigen Instagram-Projekt 80 Erinnerungsberichte vor, darunter auch Zvi Cohens „Der Junge mit der Mundharmonika“

Anlässlich des 80. Jahrestages der Wannseekonferenz präsentiert das Haus der Wannseekonferenz auf seinem Instagram-Account 80 Erinnerungsberichte von Zeitzeug:innen und Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung. Seit dem 20. Januar teilen Mitarbeitende, ehemalige Kolleg:innen und Wegbegleiter:innen der Gedenkstätte und der Joseph Wulf Bibliothek zweimal wöchentlich ihre Gedanken zu den bewegenden Werken. 

Zu den Empfehlungen gehört unter anderem auch „Der Junge mit der Mundharmonika. Aus dem Ghetto Theresienstadt mit dem Zug in die Freiheit“ von den Autoren Zvi Cohen, Jörg Huber und Elisa Makwski über das Leben von Zvi Cohen. Cohens Erinnerungen sind im Oktober 2019 als achter Band in der gemeinsamen Schriftenreihe der AHL und der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich „Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur“ im Metropol Verlag erschienen. 

Mathias Wilhelm, ein ehemaliger Praktikant der Gedenkstätte, schreibt: „Dank diesem Buch bekommen wir die Chance, die Geschichte von Zvi Cohen zu erfahren. Er wächst im Berlin der Vorkriegszeit auf und wird 1943 gemeinsam mit seinen Eltern in das Ghetto Theresienstadt deportiert. 2015 hat er seine Erfahrungen verschriftlicht und seit 2019 ist die Übersetzung in Deutschland erhältlich. Die Leichtigkeit und offene Art der Erzählung lässt den alltäglichen Schrecken der faschistischen Gewaltherrschaft gegenwärtig werden und doch ist es die Hoffnung, die ansteckend ist und bleibenden Eindruck hinterlässt.“ 

Zum Beitrag gelangen Sie hier.

Weitere Informationen sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie auf den Seiten des Metropol Verlags


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