am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Sonderausstellung in KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen

24.09.2012

Noch bis zum 11. November 2012 ist im Pädagogischen Zentrum der Gedenkstätte Bergen-Belsen die Sonderausstellung "Kinder im Krieg. Polen 1939-1945" zu sehen, die am vergangenen Sonntag mit einem Einführungsvortrag von Kuratorin Dr. Iris Helbing eröffnet wurde.

Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Der nationalsozialistische Terror auf der Straße, Massenexekutionen, Deportationen, die Existenz von Lagern gehörten zum alltäglichen Erscheinungsbild. Die permanente Angst der Kinder, ihre Eltern oder andere enge Familienangehörige und Freunde zu verlieren, war ein ständiger Begleiter.
1946 rief die Illustrierte "Przekrój" zu einem Zeichenwettbewerb auf. Kinder bis zu 13 Jahren konnten u. a. Erlebnisse des Krieges als Motiv für ihre Zeichnungen wählen.
Die Zeichnungen galten damals als wichtiges Material, um die nationalsozialistischen Verbrechen an polnischen Kindern aufzuklären und zu dokumentieren. Der größte Bestand dieser Zeichnungen liegt heute im Archiwum Akt Nowych in Warschau. Etwa 100 Bilder befinden sich in der polnischen Botschaft in Kopenhagen. Diese stellte das einzigartige Material, das noch nie in Deutschland präsentiert wurde, für eine Wanderausstellung zur Verfügung.


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