am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

SON OF SAUL - Filmvorführung und Diskussion

16.05.2016

22. Mai 2016

Am 22. Mai lädt das Fritz Bauer Institut in Frankfurt a.M. in Kooperation mit dem Kino Orfeos Erben und der Claims Conference zu einer Filmvorführung ein, die mit einer Diskussion abgerundet wird.

Der Film spielt im Oktober 1944 in Auschwitz-Birkenau und erzählt von Saul, einem ungarischen Juden und Mitglied des Sonderkommandos im Konzentrations- und Vernichtungslager. Häftlinge dieses Sonderkommandos wurden dazu gezwungen, in den Gaskammern und Krematorien zu arbeiten. Bei dieser schrecklichen Arbeit meint Saul, seinen toten Sohn zu erkennen. Er möchte nun seinen Leichnam bestatten und einen Rabbiner finden, der das Kaddisch sagen kann. Dabei durchkreuzt Saul das Vorhaben des Sonderkommandos, welches einen Aufstand vorbereitet.

Nach der Vorstellung soll der Film, welcher vielfach ausgezeichnet wurde (u.a. 2016 mit dem Oscar und Golden Globe Award) aus historischer und medienwissenschaftlicher Sicht diskutiert werden. Zu den Gästen gehören Andreas Kilian und Judith Keilbach.

Andreas Kilian ist Historiker (M.A.) und forscht zur Geschichte der jüdischen Sonderkommandos in Auschwitz. Er war wissenschaftlicher Berater der ARD-Dokumentation "SKLAVEN DER GASKAMMER" (von Eric Friedler) und veröffentlichte als Autor zahlreiche Werke, darunter "Zeugen aus der Todeszone: Das jüdische Sonderkommando in Auschwitz" (mit Eric Friedler und Barbara Siebert).

Dr. Judith Keilbach ist Assistant Professor of Television Studies in the Media and Culture Studies Department of Utrecht University. Sie promovierte am Seminar für Filmwissenschaft der Freien Universität Berlin und ist Autorin von "Geschichtsbilder und Zeitzeugen. Zur Darstellung des Nationalsozialismus im bundesdeutschen Fernsehen".

Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr im Kino Orfeos Erben (Hamburger Allee 45, Frankfurt am Main).
 


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