am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Rezension in der FAZ

11.01.2016

Józef Zelkowicz

Am 8. Januar berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung ausführlich über "In diesen albtraumhaften Tagen. Tagebuch aus dem Getto Lodz/Litzmannstadt, September 1942". Andreas Platthaus beschreibt die Tagebuchaufzeichnungen von Józef Zelkowicz als ein "literarisches Wunder - und eine Last, die man bei und nach der Lektüre nicht mehr loswird". Den Inhalt der Rezension finden Sie auch auf der Internetseite www.buecher.de hier.

Im Getto von Lodz/Litzmannstadt wurden ab Februar 1940 mehr als 200.000 Menschen zusammengepfercht. Bis Mai 1942 fielen rund 42.000 Menschen aus dem Getto im Vernichtungslager Kulmhof Vergasungen zum Opfer. Am 1. und 2. September 1942 wurden ohne Vorankündigung die Krankenhäuser des Gettos geräumt. Beteiligt waren neben dem jüdischen Ordnungsdienst deutsche Gestapo-, Kripo- und Schutzpolizeibeamte, die die Menschen brutal zusammentrieben. Józef Zelkowicz (1897-1944) arbeitete im Getto im "Archiv des Judenältesten" und gehörte seit Januar 1941 zu den Autoren der "Chronik" des Gettos. Er wurde im August 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

"In diesen albtraumhaften Tagen. Tagebuch aus dem Getto Lodz/Litzmannstadt, September 1942" ist 2015 im Wallstein Verlag erschienen und eines der eindrucksvollsten Zeugnisse jiddisch schreibender Autoren aus dem Holocaust.
 


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