am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Neuer Band in der Schriftenreihe erschienen: Yitskhok Rudashevski: ′Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna. Juni 1941 – April 1943′

08.09.2020

September 2020

In der gemeinsamen Schriftenreihe der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur ist nun im Metropol-Verlag der neunte Band erschienen.  

Yitskhok Rudashevski beginnt sein "Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna. Juni 1941 – April 1943" als Vierzehnjähriger im Sommer 1942. Er hält die Schikanen der Deutschen und ihrer Helfer im Ghetto von Wilna und die Mordaktionen im benachbarten Ponar fest, aber auch die vielfältigen Aktivitäten im wiedergegründeten Gymnasium und im Jugendklub. Ebenso differenziert wie kritisch beschreibt er das Alltagsleben und kommentiert das Verhalten des Judenrats und der jüdischen Polizei. Die Tagebucheinträge zeigen einen jungen Intellektuellen von weitgespannten Interessen, begeisterungsfähig und voller Hoffnung, dem zugleich bewusst ist, dass sein Leben jederzeit bedroht ist – Yitskhok wurde mit seiner Familie ermordet. Nur seine Cousine Sore Voloshin überlebte. Sie fand das Tagebuch bei ihrer Rückkehr nach Wilna.

Herausgegeben und aus dem Englischen übersetzt wurde das Tagebuch von Wolf Kaiser.

Weitere Informationen sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie auch auf den Seiten des Metropol-Verlags hier.

Yitskhok Rudashevski: "Tagebuch aus dem Ghetto von Wilna. Juni 1941 – April 1943"
Berlin: Metropol Verlag, 2020. 
Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 9
150 Seiten. Print 16,00 Euro, E-Book/PDF 13,00 Euro
ISBN: 


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