am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Neuer Band der Schriftenreihe erschienen: Hadamar von innen. Überlebendenzeugnisse und Angehörigenberichte. Herausgegeben von Christoph Schneider

16.11.2020

November 2020

Im November 2020 ist der 10. Band der gemeinsamen Schriftenreihe der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur im Metropol Verlag erschienen.

Etwa 15.000 Menschen mit körperlichen, seelischen und geistigen Behinderungen wurden im Zeitraum von Januar 1941 und März 1945 in der Tötungsanstalt Hadamar in Mittelhessen getötet. Viele von ihnen wurden in der Gaskammer ermordet, andere starben an den Folgen von Mangelernährung oder durch medizinische Versuche.

Nach dem Krieg haben sich Angehörige von Ermordeten und Überlebende von Hadamar an die Justiz gewendet und die Erlebnisse und Erfahrungen der „NS-Euthanasie“ beschrieben. 

Zusammengestellt und annotiert eröffnen ihre Briefe, Eingaben und Wortmeldungen eine unbekannte Perspektive. Die Stimmen der Opfer und ihre individuellen Schicksale kommen in dem Band zu Wort. Ein notwendiges Korrektiv der historischen Darstellung Hadamars, die bislang fast ausschließlich auf Täteraussagen und -dokumenten beruht.

Herausgegeben wurde der 10. Band der Schriftenreihe von Christoph Schneider.

Weitere Informationen sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie auf den Seiten des Metropol Verlags hier.

Hadamar von innen. Überlebendenzeugnisse und Angehörigenberichte.
Hg. von Christoph Schneider.
Berlin: Metropol Verlag, 2020.
Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur, Band 10
257 Seiten. Print 19,00 Euro, E-Book/PDF 15,00 Euro.
ISBN: 978-3-86331-552-8


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