Mit dem seit 2021 jährlich erscheinenden Geschichtsmagazin „Reflexionen“ informiert die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora nicht nur über ihre Arbeit, sondern greift auch zentrale geschichtskulturelle Debatten auf. Ende März 2026 ist nun die sechste Ausgabe des Magazins erschienen, die unter dem Schwerpunkt „Widerstand“ unterschiedliche Formen widerständigen Handelns gegen den Nationalsozialismus beleuchtet.
Im Heft enthalten ist ein Beitrag von Sandra Binnert (AHL) mit dem Titel „Widerständiges Verhalten? Briefe vom Heuberg als Bewältigungsraum“. Darin untersucht sie die Korrespondenz zwischen dem Nürtinger Kommunisten Karl Gerber und seiner Ehefrau Emilie aus dem frühen Konzentrationslager Heuberg. Sie interpretiert die Briefe als „Bewältigungs- und Aushandlungsraum“, der zeige, „wie Widerständige es geschafft haben, ihre Menschlichkeit zu wahren, Solidarität zu leben und Hoffnung zu transportieren“ – selbst unter extremen Bedingungen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem umsichtigen Handeln Emilie Gerbers.
Sandra Binnert promoviert an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Justus-Liebig-Universität Gießen über das Leben und den Nachlass von Karl Gerber. Gemeinsam mit Sina Reisch bereitet sie derzeit eine Edition der vollständigen Briefkorrespondenz zwischen Emilie und Karl Gerber vor, die in der Schriftenreihe „Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur“ der AHL und der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich erscheinen wird.
Das Heft „Reflexionen 2026“ ist hier für 5 Euro im Online-Shop der Stiftung erhältlich.
Alle Beiträge des Magazins stehen zudem im eigens gestalteten E-Publishing-Bereich auf der Website der Stiftung hierzur Verfügung.
Zum Artikel von Sandra Binnert gelangen Sie hier.