am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Lesung von Texten jüdischer Autorinnen und Autoren in Lich zum Gedenken an den 9. November 1938. Ein Youtube-Livesstream

11.11.2020

Eine Kooperation von künstLich e.V., der vhs des Landkreises Gießen sowie der Arbeitsstelle Holocaustliteratur. 12. November 2020

In Erinnerung an die Novemberpogrome am 9. November 1938 findet am 12. November eine Lesung von Texten jüdischer Dichterinnen und Dichter in der Synagoge in Lich statt, die in einem Livestream auf Youtbe um 19:00 Uhr übertragen wird. 

Im Zentrum des Abends unter dem Titel "Es pocht eine Sehnsucht an die Welt" stehen Texte von Hilda Stern Cohen und Else Lasker-Schüler, die von ihren persönlichen Erfahrungen während des Nationalsozialismus berichten. Des Weiteren liest Sven Görzt auch aus den Werken Heinrich Heines, der dem Thema Antisemitismus im 19. Jahrhundert oft mit Spott und Satire begegnete. Daraus geht hervor, dass viele Mechanismen des Rassismus bereits lange vor der NS-Zeit existierten. 

„Allen Texten sind trotz Grauen und Erniedrigung, die sie beschreiben, zwei Gemeinsamkeiten eigen: ein unbezwingbarer Wille zum Leben und eine nicht zu tilgende Sehnsucht, dass Menschlichkeit auf Dauer Hass und Gewalt überwinden kann.“

Nach einem Grußwort der Landrätin Anita Schneider wird Sven Görtz (Philosoph, Sprecher und Sänger) aus zentralen Textpassagen der Autroinnen und Autoren vorlesen. Die Lesung wird von musikalischen Zwischenspielen von Anka Hirsch begleitet.

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wird die Lesung am Donnerstag, den 12. November 2020, um 19:00 Uhr, in einem Livestream bei Youtube übertragen.

Zu der Live-Übertragung gelangen Sie hier.

 

 


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