am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Lesung mit Jennifer Teege aus “Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen“

13.06.2016

15. Juni 2016

In ihrem Buch „Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen“, aus dem sie am 15. Juni im Literarischen Zentrum Gießen (LZG) lesen wird, behandelt Jennifer Teege die NS-Vergangenheit ihrer Familie.
Mit 38 Jahren lüftet sie zufällig ein Familiengeheimnis, das sie tief erschüttert. Als sie in einer Bibliothek auf ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater stößt, kann sie nicht glauben, was darin steht. Sie erfährt, dass sie die Enkelin von Amon Göth ist, einem der brutalsten KZ-Kommandanten im Dritten Reich. Seine Taten sind durch Steven Spielbergs Film „Schindlers Liste“ einem Millionenpublikum bekannt geworden.
Jennifer Teege, Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers, wurde von Adoptiveltern großgezogen und studierte in Israel. Die Wahrheit über ihre leibliche Familie zog ihr den Boden unter den Füßen weg. Teege beschloss, sich den Tatsachen zu stellen und begann, zusammen mit der Journalistin Nikola Sellmair zu recherchieren. In der Lesung und im anschließenden Gespräch schildert sie die Aufarbeitung der Familiengeschichte.

Die Lesung, die vom Kultursommer Mittelhessen und der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich unterstützt wird, findet am Mittwoch, 15.6., um 19.30 Uhr, in der Pankratiuskapelle (Georg-Schlosser-Straße 7, 35390 Gießen) statt.
Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, für LZG-Mitglieder ist er frei.
Moderieren wird den Abend Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur).


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