am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Frankfurter Ausstellung: Emil Behr - Briefzeugenschaft vor, aus und nach Auschwitz

12.02.2013

Noch bis zum 31. März 2013 besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, im Museum Judengasse die Ausstellung "Emil Behr - Briefzeugenschaft vor, aus und nach Auschwitz" zu sehen.
In der Ausstellung wird das umfangreiche Konvolut Emil Behrs (1900-1983) präsentiert, das seine Enkelin vor wenigen Jahren in einem Ordner mit der lapidaren Aufschrift "Angestelltenvertrag; KZ-Haft" fand. Darin enthalten sind zahlreiche Schriftstücke und Briefe aus Auschwitz, anhand derer die Geschichte des jüdischen Großvaters, der 1944 nach Auschwitz deportiert wurde, nachgezeichnet werden kann. Emil Behr überlebte und trat später als Zeuge in den Voruntersuchungen zum Frankfurter Auschwitzprozess auf.
Der Katalog zur Ausstellung mit Beiträgen unter anderem von Harald Welzer, Beate Meyer, Kurt Grünberg, Friedrich Markert und Ina Hartwig ist im Wallstein Verlag erschienen.
Im Rahmen der Ausstellung findet zudem am Donnerstag, den 21. Februar 2013, um 19 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema "Das Medium ist die Erinnerung" statt, an der Katharina Kellermann (Theaterwissenschaftlerin und Audiokünstlerin), Gottfried Kößler (Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt), Christoph Schneider (Kulturwissenschaftler und Autor) und Torkel Wächter (Künstler und Schriftsteller) teilnehmen werden. Unter Moderation von Jesko Bender (Germanist) wird sich das Podiumsgespräch mit den Chancen, Grenzen und Herausforderungen von unterschiedlichen Medien in der Erinnerung an die Shoah auseinandersetzen.
Weitere Inforamtionen finden Sie hier.


Drucken

TOP
Arbeitsstelle Holocaustliteratur
Otto-Behaghel-Str. 10 B / 1 · D-35394 Gießen · Deutschland
arbeitsstelle.holocaustliteratur@web.de
News