am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Dr. Markus Roth verlässt Ende Juni die Arbeitsstelle Holocaustliteratur – Charlotte Kitzinger übernimmt Funktion als Geschäftsführerin der AHL

05.06.2020

Juni 2020

Zum 1. Juli 2020 wird der bisherige Geschäftsführer der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Dr. Markus Roth, an das Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main wechseln, mit dem die Arbeitsstelle seit 2016 institutionell eng kooperiert und zusammenarbeitet. „Mit Markus Roth verlässt uns ein Kollege, der die AHL in den letzten zehn Jahren ganz wesentlich geprägt hat. Es waren seine Kreativität und seine herausragenden Kenntnisse, die viele unserer Forschungs- und Editionsvorhaben überhaupt erst möglich gemacht haben. Wir sind ihm für die vergangenen gemeinsamen Jahre sehr dankbar und bedauern seinen Weggang deshalb außerordentlich, aber wir freuen uns auch darauf, mit Markus zukünftig in anderer Konstellation wieder zusammenarbeiten zu können“, so Prof. Dr. Sascha Feuchert, der Leiter der Arbeitsstelle.

Nach seiner geschichtswissenschaftlichen Promotion zum Thema „Herrenmenschen. Die deutschen Kreishauptleute im besetzten Polen - Karrierewege, Herrschaftspraxis und Nachgeschichte“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena war Markus Roth seit Oktober 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter der AHL und ab Januar 2010 stellvertretender Leiter sowie ab Februar 2016 auch Geschäftsführer. In den letzten Jahren war er an der Arbeitsstelle unter anderem als Mitherausgeber maßgeblich für die gemeinsame Schriftenreihe „Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur“ mit der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung verantwortlich. Außerdem hat er verschiedene Editionsprojekte geleitet, etwa die von der Friede-Springer-Stiftung geförderte Edition der jiddischen Zeitschrift „Fun letstn churbn / Von der letzten Vernichtung“, die eine frühe Alltags- und Kulturgeschichte des Holocaust darstellt und noch in diesem Jahr erscheinen wird. Auch an der Edition der „Enzyklopädie des Gettos Lodz/Litzmannstadt“, die die AHL in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der Sprachgeschichte (Prof. Dr. Jörg Riecke) und dem Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte (IfZ) erarbeitet hat, hat er maßgeblich mitgewirkt. 

Seine Nachfolge auf der Stelle der Geschäftsführerin wird Charlotte Kitzinger antreten, die seit 2003 an der AHL unter anderem für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist, aber seit 2016 auch die Arbeiten an der Online-Datenbank „Frühe Texte der Holocaust- und Lagerliteratur 1933-1949“ leitet.  


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