am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Dokumentarfilm „Die Aufseherin – Der Fall Johanna Langefeld“ am 29. Juli 2020 in der ARD

14.07.2020

29. Juli 2020

In der Dokumentation werden die Hintergründe der Geschichte von Johanna Langefeld, der SS-Oberaufseherin der Konzentrationslager Ravensbrück und Auschwitz, erforscht.

„Sie entzog sich in Krakau ihrem Prozess, indem sie am 23. Dezember 1946 mit Hilfe ihrer ehemaligen Gefangenen aus dem Gefängnis Montelupich/Krakau flüchtete. Danach hielt sie sich elf Jahre lang in Polen versteckt. Sie lebte noch bis 1974 unbehelligt in Bayern. Ein rätselhafter und irritierender Vorgang. Dieses Geschehen wurde jahrzehntelang geheim gehalten, um sowohl die ehemalige SS-Oberaufseherin wie auch ihre ehemaligen polnischen Gefangenen vor strafrechtlicher Verfolgung zu schützen.“

Gerburg Rohde-Dahl und Wladek Jurkow, die Filmautoren, haben polnische Überlebende des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück zu der Person Johanna Langefeld interviewt. „Auf der Grundlage von Archivmaterial und Aussagen von Zeitzeugen nähern sich die beiden Filmautoren aus Polen und Deutschland einer hochrangigen Nazi-Täterin, die gleichzeitig das Leben einzelner Gefangenen gerettet hat. Der Dokumentarfilm erweitert den Blick auf die deutsch-polnische Geschichte aus beiden Perspektiven. Das Erste zeigt den international mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm erstmals einem größeren Publikum.“

Die Dokumentation ist am 29. Juli 2020, um 22:45 Uhr, in der ARD zu sehen sowie danach weitere vier Wochen in der ARD-Mediathek.

Weitere Informationen zum Dokumentarfilm finden Sie hier.


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