am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

„Die Augenzeugen“. Ausführliche Rezension zur Edition „Von der letzten Zerstörung“ in der Süddeutschen Zeitung erschienen

04.05.2021

2. Mai 2021

Am 2. Mai ist eine ausführliche Rezension von Hans Holzhaider zur Edition „‚Von der letzten Zerstörung'. Die Zeitschrift: ‚Fun letstn churbn‘ der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946-1948“ in der Süddeutschen Zeitung erschienen. Der Band wurde an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur von Markus Roth und Frank Beer herausgegeben und ist im Metropol Verlag erschienen.

„Die Zeitschrift ‚Fun letstn churbn‘ protokollierte 1946/48 das Leid und das Schicksal der osteuropäischen Juden“, so Holzhaider. Erst 72 Jahre nach der Erstveröffentlichung auf Jiddisch sind die Texte nun auf Deutsch erschienen. 

„Es sind Berichte, meist von Augenzeugen, von Mordaktionen der SS und der Wehrmacht, ganz überwiegend aus Osteuropa, aus Litauen, Polen, der Ukraine, ergänzt durch eine Sammlung von Liedern, Redewendungen, Sprichwörtern, Witzen und Anekdoten aus den osteuropäischen Ghettos.“

Die Geschichte von Hanna Holzmann nehme in der Zeitschrift eine besondere Rolle ein, denn sie erzähle nicht nur von den Grausamkeiten. „Denn so viel man auch über die Untaten der deutschen Mörderbanden im Osten gelesen hat – die Unmittelbarkeit dieser Schilderungen aus dem noch ganz frischen Erleben von Menschen, denen ihre Eltern, Kinder, Geschwister buchstäblich von der Seite gerissen wurden und die ihr eigenes Überleben oft nur absurden Zufällen zu verdanken haben, ist Stoff für Albträume“, betont Holzhaider am Ende.

Zur vollständigen Rezension gelangen Sie hier.

Weitere Informationen zur Edition sowie eine Bestellmöglichkeit finden Sie auf den Seiten des Metropol Verlags hier sowie auf der Homepage der Arbeitsstelle Holocaustliteratur hier.

Frank Beer und Markus Roth (Hrsg.):
Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift "Fun letstn churbn" der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946–1948.
Berlin: Metropol Verlag, 2020
1032 S., € 49,- / E-Book € 35,-
ISBN: 978-3-86331
 

 


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