am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Besprechung zu ′Angezeigt von Mama. Die Geschichte einer Denunziation′ im Gießener Anzeiger erschienen

21.11.2018

21. November 2018

Rechtzeitig zur Feier des 20-jährigen Bestehens der Arbeitsstelle Holocaustliteratur und der Ernst-Ludwig-Chambré-Stiftung zu Lich am 22. November im Hörsaal der Alten UB (Bismarckstraße 37) ist im Gießener Anzeiger eine ausführliche Besprechung von Heidrun Helwig des im August erschienenen 5. Bandes in der gemeinsamen Schriftenreihe der AHL und der Chambré-Stiftung erschienen.

Maria 'Mitzi' Gabrielsens Bericht, den sie zusammen mit Oddvar Schjølberg auf Norwegisch verfasst hat und der unter dem Titel "Angezeigt von Mama. Die Geschichte einer Denunziation" von Elisabeth Turvold ins Deutsche übersetzt wurde, ist ein erschütterndes Zeugnis innerfamiliären Verrats im nationalsozialistischen Österreich: die Geschichte einer Denunziation durch die eigene Mutter. Infolgedessen wird Maria als Zehnjährige mit ihren sechs Geschwistern nach Theresienstadt deportiert – wie durch ein Wunder überleben alle sieben das Getto. Ihre Rückkehr nach Wien bringt einen aufsehenerregenden Prozess gegen ihre Mutter ins Rollen. Nach dem Krieg gelingt es ihr, in Norwegen eine neue Familie und ein neues Zuhause zu finden und sich schließlich ihrer schlimmen Vergangenheit zu stellen, von der sie in diesem Buch erzählt.

Mit dem Band sei es erneut gelungen, schreibt Heidrun Helwig, "ein schier unfassbares Schicksal im Rahmen der 'Studien und Dokumente zur Holocaust- und Lagerliteratur' dem Vergessen zu entreißen". Den vollständigen Bericht im Gießener Anzeiger finden Sie hier.

Der Band ist im Metropol-Verlag erschienen und wurde von Elisabeth Turvold und Markus Roth herausgegeben. 

Maria "Mitzi“ Gabrielsen, Oddvar Schjølberg:
"Angezeigt von Mama. Die Geschichte einer Denunziation".
Herausgegeben von Markus Roth und Elisabeth Turvold.
Berlin: Metropol, 2018.
136 Seiten, 16,00 Euro
ISBN: 978-3-86331-413-2


 


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