am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Miriam Magall (Rachel Kochawi) liest aus “Das Brot der Armut. Die Geschichte eines jüdischen versteckten Kindes“

25.10.2011

Gleich zweimal lädt die Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e.V. im November zu einer Lesung aus dem Buch "Das Brot der Armut. Die Geschichte eines jüdischen versteckten Kindes" mit Miriam Magall ein. Zum einen wird sie am 9. November 2011 ab 19 Uhr im Museum der Stadt Butzbach Auszüge aus ihrem Roman vortragen (Färbgasse 16, 35510 Butzbach) und zum anderen am 10. November ab 20 Uhr im alten Rathaus Ortenberg (Steingasse 1, 63680 Ortenberg). Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.

Unter dem Pseudonym Rachel Kochawi erzählt Miriam Magall die Geschichte von Keren Kowalski, Tochter einer jüdisch-polnischen Familie, die 1942 in der Nähe von Warschau geboren wird. Um sie vor den Nationalsozialisten zu schützen, vertrauen die untergetauchten Eltern ihre Tochter dem Dienstmädchen Ella Schmielek an, die Keren bis Ende des Krieges verstecken und sobald als möglich Verwandten übergeben soll. Entgegen der Abmachung mit den Kowalskis sucht Ella nach Kriegsende nicht nach Überlebenden der Familie, sondern behält Keren bei sich. Sie wächst als "Kriemhild Stach" in einem Flüchtlingslager in größter Armut und ohne Kenntnis ihrer wahren Herkunft auf.

Miriam Magall hat die ersten 3 Jahre ihres Lebens versteckt in einem Keller verbracht. Bis 1988 lebte sie in Tel-Aviv, danach u.a. in Heidelberg und München. Die Sprachwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin arbeitet als Publizistin, Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin.


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