am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Miriam Magall (Rachel Kochawi) liest aus “Das Brot der Armut: Die Geschichte eines jüdischen versteckten Kindes“

04.04.2011

Die Lesung findet am 18. Mai um 19 Uhr im Literarischen Zentrum im KiZ (Lonystraße 2 (Kongresshalle) 35390 Gießen) statt. Die Veranstaltung wird präsentiert von der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich und der Arbeitsstelle Holocaustliteratur in Kooperation mit dem LZG. Der Eintritt ist frei.

Zudem besteht die Möglichkeit am 17. Mai um 19 Uhr eine weitere Lesung mit Frau Magall im Buch Café im Jüdischen Museum Frankfurt am Main (Untermainkai 14) zu besuchen. Diese Lesung wird von der Lagergemeinschaft Auschwitz - Freundeskreis der Auschwitzer und dem Buch-Café im Jüdischen Museum Frankfurt am Main veranstaltet. Der Eintritt ist frei.

Unter dem Pseudonym Rachel Kochawi erzählt Miriam Magall die Geschichte von Keren Kowalski, Tochter einer jüdisch-polnischen Familie, die 1942 in der Nähe von Warschau geboren wird. Um sie vor den Nationalsozialisten zu schützen, vertrauen die untergetauchten Eltern ihre Tochter dem Dienstmädchen Ella Schmielek an, die Keren bis Ende des Krieges verstecken und sobald als möglich Verwandten übergeben soll. Entgegen der Abmachung mit den Kowalskis sucht Ella nach Kriegsende nicht nach Überlebenden der Familie, sondern behält Keren bei sich. Sie wächst als "Kriemhild Stach“ in einem Flüchtlingslager in größter Armut und ohne Kenntnis ihrer wahren Herkunft auf.

Miriam Magall hat die ersten 3 Jahre ihres Lebens versteckt in einem Keller verbracht. Bis 1988 lebte sie in Tel-Aviv, danach u.a. in Heidelberg und München. Die Sprachwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin arbeitet als Publizistin, Konferenzdolmetscherin und Übersetzerin.


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