am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Mahngang zum Gedenken an die Opfer der Novemberpogrome 1938

31.10.2015

09. November 2015

Das Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus Gießen und die Initiative gegen das Vergessen veranstalten am 9. November einen Mahngang zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938. Mit dem Mahngang und der Erinnerung an die Novemberpogrome soll ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzen werden.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 kam es im Reichsgebiet zu ausufernden Gewaltexzessen gegen die jüdische Bevölkerung. Die Nacht wurde als Signal des Einverständnisses mit der fatalen Konsequenz der nationalsozialistischen Vernichtungspraxis verstanden. Gießen stellte dabei keine Ausnahme dar: In der Nacht vom 10. auf den 11. November 1938 wurden in der Stadt jüdische Geschäfte zerstört und geplündert, Privatwohnungen jüdischer Familien überfallen und ausgeraubt, Jüdinnen und Juden geschlagen und ins Gestapo-Gefängnis gesteckt und die beiden Stadtsynagogen wurden angezündet und brannten bis zum Morgengrauen auf ihre Grundmauern ab. Die Feuerwehr, die nur wenige Meter von einer Synagoge entfernt war, beschränkte ihr Eingreifen darauf, die angrenzenden Häuser vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.

Die Eröffnungskundgebung findet am Berliner Platz in Giessen statt, Beginn ist um 18 Uhr.
Der Mahngang wird einige stadthistorisch relevante Stationen berühren.

Bereits am Donnerstag, dem 5. November, ab 19.30 Uhr, findet der Vortrag "Das Ende der Erinnerung?" mit Marc Schwietring im Margarete-Bieber- Saal, Ludwigstraße 34, Giessen statt.

 


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