am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Freud auf Hebräisch: Vortrag, Lesung und Diskussion zur Geschichte der Psychoanalyse im jüdischen Palästina am 6.10. im “Museum Judengasse“ in Frankfurt

23.09.2013
Im Frühjahr dieses Jahres erschien das Buch "Freud auf Hebräisch. Geschichte der Psychoanalyse im jüdischen Palästina" von Eran Rolnik. Die Studie ist ein Beitrag zur Historisierung der Psychoanalyse. Rolnik zeichnet auf der Grundlage zahlreicher Quellen, darunter auch unveröffentlichter Briefe Sigmund Freuds, ihren Weg aus dem deutschsprachigen Raum in die jüdische Gemeinschaft in Palästina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach. Er fragt nach der Akzeptanz und dem Einfluss der auf Sigmund Freud zurückgehenden Theorie in dem durch Immigration, ethnische Spannungen, britische Kolonialherrschaft und jüdische Staatsbildung geprägten Umfeld. Er beschreibt, wie die Psychoanalyse auch die Bereiche der Pädagogik, Literatur, Medizin und Politik durchdrang und sich schließlich als therapeutische Disziplin der jungen jüdischen Gemeinschaft etablierte. Rolnik ist Psychiater, Psychoanalytiker und Historiker. Er lehrt an der Universität Tel Aviv sowie am "Max Eitingon Institute for Psychoanalysis" in Jerusalem und führt eine eigene Praxis in Tel Aviv. Am Sonntag, den 06. Oktober 2013, ab 11 Uhr, wird Eran Rolnik im "Museum Judengasse" in Frankfurt am Main aus seinem Buch lesen und mit Micha Brumlik, Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt und ehemaliger Direktor des Fritz-Bauer-Instituts, darüber sprechen. Moderieren wird Sybille Drews vom Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Internetseite des Jüdischen Museums Frankfurt.

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