am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

„Schreiben als Widerstand“ – Vortrag von Prof. Sascha Feuchert im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz in Gelsenkirchen

20.01.2026

27. Januar 2026, 18 Uhr, Neue Synagoge (Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen) 

Am Dienstag, den 27. Januar 2026, jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zum 81. Mal. Aus diesem Anlass laden die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gelsenkirchen e. V., der Verein Neue Synagoge e. V. sowie das Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung ein. Sie erinnert an die Millionen Opfer des nationalsozialistischen Terrors sowie an die Deportation Gelsenkirchener Jüdinnen und Juden am 27. Januar 1942 nach Riga. 

Im Mittelpunkt des Abends steht der Vortrag von Prof. Sascha Feuchert zum Thema „Schreiben als Widerstand. Texte aus den Gettos und KZs als Zeugnisse der Selbstbehauptung“.Feuchert beleuchtet die Bedeutung von Tagebüchern, Briefen, Gedichten, Berichten und anderen Textformen, die in Gettos, Konzentrationslagern und weiteren Stättennationalsozialistischen Terrors entstanden sind. Diese vielfältigen Zeugnisse – verfasst von Menschen, die verfolgt, entrechtet und ermordet wurden – waren für die Schreibenden in vielerlei Hinsicht überlebenswichtig: Sie boten Halt, halfen bei der Verarbeitung des Erlittenen, stemmten sich der Entindividualisierung entgegen und dokumentierten die Ereignisse –nicht zuletzt für uns Nachgeborene. In seinem Vortrag lässt Feuchert vor allem die Autor:innen selbst ausführlich zu Wort kommen. 

Die Gedenkveranstaltung findet am Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, dem 27. Januar 2026, um 18 Uhr in der Neuen Synagoge (Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen) statt.  

Das Institut für Stadtgeschichte führt in der Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ zudem regelmäßig Veranstaltungen durch. Diese sollen ein Forum bieten, um mit ausgewiesenen Fachleuten verschiedene Themen aus der Geschichte des Nationalsozialismus und aus der politischen wie pädagogischen Auseinandersetzung mit dem „Dritten Reich“ öffentlich zu diskutieren. Auch im Jahr 2026 wird eine Veranstaltungsreihe fortgeführt, unter anderem mit Vorträgen zu Ehren von Ingeborg Bachmann und Ruth Klüger.  

Weitere Informationen finden Sie hier im Programmflyer. 


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