Eine gemeinsame Veranstaltung des Hessischen Literaturforums im Mousonturm e.V. und des Internationalen Auschwitz Komitees
„Mich hat Auschwitz nie verlassen“ – mit diesen Worten beschrieb die polnische Schriftstellerin und Widerstandskämpferin Zofia Posmysz (1923–2022) das andauernde Bedrohungsgefühl, das viele Überlebende der NS-Vernichtungspolitik ein Leben lang begleitet. Im Alter von 18 Jahren wurde Posmysz in Krakau verhaftet, überlebte mehrere Konzentrationslager und setzte sich bis zu ihrem Tod mit 98 Jahren unermüdlich für das Gedenken ein.
Der Schriftsteller Christoph Heubner, langjähriger Freund von Zofia Posmysz und Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, widmet ihr in seinem Erzählband „Als wir die Maikäfer waren“ (Steidl Verlag, 2023) eine Geschichte. Darin greift er ihre Erinnerungen sowie die Entstehung des Romans und der Oper „Die Passagierin“ auf. Neben Posmysz porträtiert Heubner in dem Werk zahlreiche weitere Überlebende des Holocaust, die in ihrem „zweiten Leben“ mit den Toten, mit Schuldgefühlen, Trauer und Zorn weiterleben mussten.
Anlässlich des 81. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz stellt Heubner den Band im Rahmen einer Lesung mit Gespräch vor. Die Veranstaltung findet am 29. Januar 2026 ab 19:30 Uhr im Hessischen Literaturforum im Mousonturm statt und wird von Christian Dinger moderiert. Sie lädt dazu ein, den Geschichten der Überlebenden zuzuhören und zugleich über die Zukunft des Gedenkens an die NS-Verbrechen nachzudenken.
Tickets sind hier im Online-Ticketshop (Print@Home), telefonisch über ADticket (0180 6 050400) oder in den Vorverkaufsstellen in Frankfurt und Umgebung erhältlich. Der Eintritt erfolgt nach dem „Pay as you wish“-Prinzip und liegt zwischen 6 und 12 Euro.
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