am Institut für Germanistik der Justus-Liebig-Universität Gießen

Rezension zur Getto Enzyklopädie in der Zeitschrift ′Convivium. Germanistisches Jahrbuch Polen′ erschienen

24.02.2022

Unter dem Titel "Bausteine für eine Kulturgeschichte des Gettos" ist in der Zeitschrift “Convivium. Germanistisches Jahrbuch Polen" (S. 248-253) eine ausführliche Rezension der deutschen Edition der "Enzyklopädie des Gettos Lodz/Litzmannstadt" von Carola Hilmes erschienen.
Die Enzyklopädie ist im Oktober 2020 im Wallstein-Verlag erschienen und wurde an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft der Universität Heidelberg mit besonderer Berücksichtigung der Sprachgeschichte und dem Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München ediert.

Der deutschen Ausgabe gingen die polnische (2014) und – in Übersetzung aus dem Polnischen – die englische Ausgabe (2017) voraus. Die Rezension nimmt neben einer ausführlichen Beschreibung des Inhalts und des Aufbaus der Enzyklopädie auch einen Vergleich der verschiedenen Ausgaben vor. So wird etwa der streng dokumentarische Charakter mit "vielen erläuternden Anmerkungen" (S. 249) der deutschen Edition hervorgehoben. Besonders geht Hilmes hier auch auf den Beitrag von Prof. Dr. Jörg Riecke zur Sprache im Getto ein. Er analysiere das ‚trümmerhafte Schreiben‘ "als Ausdruck der andauernden traumatischen Erfahrungen im Getto" (S. 249) und weise auf Leerstellen der Enzyklopädie hin.
Die Getto Enzyklopädie sei "ein imposantes Dokument einer durch Krieg und Gewalt, durch Terror und Deportation zerstörten Ordnung und zugleich ein Versuch, durch Kulturtechniken im Zentrum der Barbarei gegen die oktroyierte Entmenschlichung anzuschreiben" (S. 252), so das Fazit von Hilmes zur Bedeutung der Enzyklopädie.

Zur vollständigen Rezension gelangen Sie hier.
(Ullrich, H., Kupczynska, K., Sidowska, K., & Hilmes, C. (2021). Rezensionen. Convivium. Germanistisches Jahrbuch Polen, 235–253. https://doi.org/10.18778/2196-8403.2021.13)

Herausgegeben wurde die deutschsprachige Enzyklopädie von Dominika Bopp, Sascha Feuchert, Andrea Löw, Jörg Riecke †, Markus Roth und Elisabeth Turvold unter der  Mitarbeit von Nicole Widera und Martin Wiesche. Übersetzungen aus dem Polnischen wurden von Dominika Bopp vorgenommen, Übersetzungen aus dem Jiddischen stammen von Felix Tsapir und Sophie Lichtenstein. Das Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und von der Stiftung Irène Bollag-Herzheimer sowie vom Förderverein der Arbeitsstelle Holocaustliteratur großzügig unterstützt. Weitere Informationen zur Publikation finden Sie auf den Seiten des Wallstein-Verlags hier.

 


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