Nationalsozialismus und Holocaust sind schon aus erinnerungskultureller Notwendigkeit unersetzliche Bestandteile des schulischen Unterrichts. Vor dem Hintergrund eines wachsenden Rechtsextremismus und Autoritarismus übernehmen sie heute aber auch im Rahmen der Werteerziehung eine wichtige Bedeutung. Während die Themen curricular vor allem im Fach Geschichte verankert sind, stellt sich die Frage, wie Holocaust- und Lagerliteratur gewinnbringend im Deutschunterricht eingesetzt werden kann: Welche Texte eignen sich? Wie lassen sie sich didaktisch sinnvoll erschließen? Welche Voraussetzungen sind zu beachten?
Diesen Fragen widmet sich eine Fortbildung des Landesverbandes Hessen im Fachverband Deutsch im Deutschen Germanistenverband, die in Kooperation mit dem Institut für Jugendbuchforschung sowie der Professur für Literaturdidaktik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main veranstaltet wird.
Nach der Einführung durch Prof. Ute Dettmar und Prof. Johannes Mayer (Goethe-Universität Frankfurt) finden zwei Workshops mit Impulsvorträgen statt: Sandra Binnert (Arbeitsstelle Holocaustliteratur) spricht über den Deutschunterricht als eigenständige Gedächtnisagentur sowie über historisches und literarisches Lernen mit Holocaust- und Lagerliteratur. StR Dr. Larissa C. Jagdschian (Universität Duisburg-Essen) beleuchtet das Erinnern mit und in Zeiten von Social Media am Beispiel der Accounts @eva.stories und @ichbinsophiescholl. Eine gemeinsame Präsentation, Diskussion und Evaluation bildet den Abschluss der Veranstaltung; im Anschluss findet die Mitgliederversammlung statt.
Die Veranstaltung ist von der Hessischen Lehrkräfteakademie nach § 65 HLbG akkreditiert. Alle Teilnehmenden erhalten eine Bescheinigung. Aktive hessische Lehrkräfte melden sich bitte bis zum 6. März 2026 über https://akkreditierung.hessen.de/catalog (Angebots-Nr. 02516231) an. Pensionierte Lehrkräfte und Interessierte melden sich bitte per E-Mail bei hessen@fachverband-deutsch.de.
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