Nach Stationen in Mönchengladbach, Kleve und Köln ist die multimediale Ausstellung „Die Tagebücher des Justizinspektors Friedrich Kellner (1939–1945): Vom Widerstand eines Einzelnen und der Propagandagläubigkeit der Masse“ ab November 2026 im Justizzentrum Aachen zu sehen. Sie wird am Montag, 9. November, um 17 Uhr im Atrium eröffnet und kann dort bis zum 8. Januar 2027 besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Im Mittelpunkt stehen die Aufzeichnungen des Justizbeamten Friedrich Kellner, der während der nationalsozialistischen Herrschaft die Entwicklung von Politik und Propaganda dokumentierte und kritisch kommentierte. Die zweibändige Edition seiner Tagebücher entstand an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur in Zusammenarbeit mit Prof. Robert Scott Kellner (College Station, Texas) und Prof. Jörg Riecke (†) und erschien 2011 im Wallstein Verlag.
Grundlage der Ausstellung ist ein Projekt von Studierenden der Fachhochschule für Rechtspflege des Landes Nordrhein-Westfalen in Bad Münstereifel. Von 2018 bis 2020 beschäftigten sie sich unter der Leitung von FHR-Dozent Ralf Pannen intensiv mit Kellners Tagebüchern und entwickelten eine Plakatausstellung, um die knapp 900 Seiten umfassenden Aufzeichnungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Die Ausstellung lässt sich auch über einen digitalen 360°-Rundgang hier erkunden.
Weitere Informationen zu Friedrich Kellner und seinen Tagebüchern sowie Angaben zur Edition finden Sie hier auf unserer Website.
Bestellen können Sie die Edition hier über die Seiten des Wallstein Verlags.