Im Sommersemester 2025 unternahmen Studierende des College of Liberal Arts and Sciences (CLAS) der Justus-Liebig-Universität Gießen eine ganztägige Studienexkursion zur Internationalen Gedenkstätte Hadamar. Die Einrichtung erinnert an die Verbrechen, die dort zwischen 1941 und 1945 verübt wurden: Etwa 15.000 Menschen, von den Nationalsozialisten als „lebensunwert“ stigmatisiert, wurden in Hadamar im Rahmen der NS-„Euthanasie“ systematisch ermordet.
Die Tagesexkursion war zentraler Bestandteil des erstmals angebotenen Seminars „Geschichte(n) bewahren, Zukünfte gestalten – Nachhaltiges Lernen über und aus dem Holocaust im globalen Kontext“, das im Rahmen des Orientierungsjahres des LAS-Studiengangs unter der Leitung von Jennifer Ehrhardt und Felix Luckau stattfand. Die Veranstaltung verfolgte das Ziel, nachhaltige Formen der Gedenkarbeit zu entwickeln, die historische Aufklärung mit der Förderung und Stärkung demokratischer Werte und gesellschaftlicher Teilhabe verbinden.
Der Besuch in Hadamar ermöglichte den Studierenden, sich mit den Hintergründen und ideologischen Grundlagen der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen sowie mit den individuellen Schicksalen der Opfer am historischen Ort auseinanderzusetzen. Die gewonnenen Erkenntnisse und Eindrücke dienten im weiteren Verlauf des Seminars als Impuls, um jeweils aus der Perspektive der individuellen fachlichen Schwerpunkte erste konzeptionelle Entwürfe für regionale Gedenkprojekte zu erarbeiten. Ende Juli präsentierten die Seminarteilnehmenden ihre Projektideen im Rahmen einer studentischen Konferenz.
Einen ausführlichen Bericht zur Exkursion finden Sie hier auf unserer Homepage.