Vom 23. bis zum 25. März 2026 versammelten sich die Mitglieder des Präsidiums des IAK zu einer Sitzung in Wien, an der Delegierte aus Österreich, Ungarn, Belgien, Italien, der Tschechischen Republik, Deutschland und ein Repräsentant der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oświęcim/Auschwitz teilnahmen. Eingeladen war auch Prof. Sascha Feuchert, der als Vorstandsmitglied die Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer e. V. vertrat.
Ein besonderer Höhepunkt war der Empfang durch den Präsidenten der Republik Österreich, Dr. Alexander Van der Bellen, in der Wiener Hofburg. Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung konnte der Bundespräsident nicht persönlich anwesend sein, seine Ansprache wurde den Teilnehmenden jedoch übermittelt. Darin betonte er die wachsende Bedrohung demokratischer Werte und verwies auf den besorgniserregenden Anstieg antisemitischer Vorfälle weltweit, insbesondere seit dem 7. Oktober 2023. Er unterstrich die Bedeutung des IAK und seiner Erinnerungsarbeit und wies darauf hin, dass angesichts des allmählichen Verstummens der Zeitzeug:innen neue Wege gefunden werden müssen, um die „Fackel der Erinnerung“ weiterzugeben, damit eine Welt möglich bleibe, die „von Frieden, Freiheit und gegenseitigem Respekt geprägt ist“.
Dr. Eva Umlauf, Präsidentin des IAK, äußerte in ihrer Erwiderung tiefe Besorgnis: „Ich will nicht verhehlen […], dass wir in diesen Tagen von zahlreichen Sorgen umgetrieben sind. Überlebende, ihre Nachkommen und ihre Familien haben im Blick auf die Entwicklungen vieler Gesellschaften in Europa regelrechte Déjà-vu-Erlebnisse.“ Besonders alamierend sei, dass „die Erinnerung an die Ursachen und Schrecken des Holocaust […] in diesem Hass ihre warnende Wirkung zu verlieren“ scheine. Umlauf appellierte daher an die „erneute Selbstverpflichtung des Menschen“, wachsam zu bleiben, „damit […] Gegenwart und Zukunft nicht von all diesen Gruppen und Parteien geschreddert wird“.
Die Rede des Bundespräsidenten der Republik Österreich ist hier in voller Länge abrufbar.
Die Pressemitteilung des IAK, inklusive der vollständigen Rede von Dr. Eva Umlauf, finden Sie hier.